• Offizieller Mammut Online-Shop
  • Kostenloser Versand ab CHF 150.00
  • Kostenlose Retoure
Verantwortung

FAQ

FAQs


Unter welchen Arbeitsbedingungen werden Mammut-Produkte hergestellt?

Alle Partner – seien es Mitarbeitende, Lieferanten, Beschäftigte entlang der Zulieferkette, oder Kunden – müssen sich fair und gesetzeskonform verhalten. Denn Mammut ist überzeugt: Ein Unternehmen hat langfristig nur Erfolg, wenn es grundlegende Werte beachtet und glaubwürdig handelt. Der "Code of Labour Practices" regelt die Arbeitsbedingungen entlang der Zulieferkette. Als Mitglied der Fair Wear Foundation (FWF) engagiert sich Mammut, diesen Verhaltenskodex systematisch und schrittweise umzusetzen.


Wie kontrolliert Mammut die Arbeitsbedingungen bei seinen Produzenten?

Zur wirksamen Umsetzung des "Code of Labour Practices" der Fair Wear Foundation führt Mammut ein Managementsystem und überwacht die Arbeitsbedingungen bei seinen Lieferanten kontinuierlich anhand folgender Instrumente:
  • Audits: Mammut beauftragt lokale, unabhängige Expertenteams mit Fabrikaudits. Anhand des Auditberichts werden zusammen mit dem betroffenen Zulieferbetrieb Defizite erörtert und Verbesserungsmassnahmen definiert.
  • Fabrikbesuche: Mammut Beschaffungsteams, Entwickler und das Management untersuchen während ihren regulären Besuchen vor Ort nebst dem täglichen Business auch die vorherrschenden Arbeitsbedingungen.
  • Interne Prozesse: Ein internes Managementsystem hilft hier einen Überblick zu bewahren, sämtliche Massnahmen nach zu verfolgen und Verbesserungen systematisch zu überwachen.


Zahlt Mammut faire Löhne?

In den meisten Ländern gelten gesetzliche Mindestlöhne. Durch Audits von unabhängigen Drittparteien und eigenen Lohnerhebungen bei unseren Lieferanten überprüft Mammut, dass diese von allen Lieferanten eingehalten werden. Die Fabrikaudits, welche von Teams der Fair Wear Foundation bei unseren Lieferanten durchgeführt wurden, haben bestätigt, dass alle überprüften Lieferanten den Fabrikarbeitern Löhne über dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlen. 2012 hat Mammut die Geschäftsbeziehung mit einem indischen Lieferanten beendet, weil dieser Löhne unter dem gesetzlichen Minimum bezahlt und sich geweigert hat, diese nach oben anzupassen.


Produziert Mammut in Ländern wie China, wo Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung vorkommen?

Fernost hat für Mammut als Produktionsstandort mittlerweile eine wichtige Bedeutung und dies nicht primär als billige Produktionsregion. Der Preis ist nur einer von mehreren Faktoren, warum wir einen Teil unserer Produkte in Fernost herstellen. Denn dort finden wir das anspruchsvolle Knowhow und die Maschinerie, die es für die Herstellung von hochwertiger Outdoor-Ausrüstung braucht. Gewisse für die Produktion hochwertiger Outdoor-Ausrüstung wichtige Apparate und Knowhow gibt es an Europäischen Standorten schlicht nicht mehr.

Was die Herstellung in Fernost angeht, ist für uns jedoch klar: In China ebenso wie in allen unseren Produktionsstandorten sollen unsere Produkte fair und umweltfreundlich hergestellt werden. Dafür übernehmen wir konkret und konsequent unternehmerische Verantwortung:
  • Die Auswahl unserer Lieferanten geschieht in einem ausführlichen, mehrstufigen Prozess und basiert auf einem klaren Leitfaden und formellen Checklisten. Faire Arbeitsbedingungen und Umweltschutz sind ein integraler Bestandteil des Auswahlverfahrens sowie des Entscheidungsfindungsprozesses.
  • Mammut arbeitet ausschliesslich mit qualitativ hochwertigen Fabriken mit hohen Sozial- und Umweltstandards zusammen, die auch für andere führende Outdoor- und Sportmarken produzieren. Als Bergsportausrüster sind wir bei unseren Produzenten auf anspruchsvolles Knowhow und modernste Maschinen angewiesen. Unsere hochwertigen Produkte können nicht in Sweatshops hergestellt werden, sondern ausschliesslich in modernen, gut ausgerüsteten und auf die Produktion von Outdoorausrüstung spezialisierten Fabriken.
  • Wir überwachen und kontrollieren kontinuierlich und konsequent die Arbeitsbedingungen entlang der Zulieferkette, gerade in Feronst. Die unabhängige Initiative Fair Wear Foundation (FWF, www.fairwear.org), bei der wir seit 2008 Mitglied sind, kontrolliert uns dabei. Im Rahmen unseres Corporate Responsibility Jahresberichts berichten wir transparent über die Umsetzung unserer sozialen Verantwortung, über Verbesserungsmassnahmen, Ziele und Herausforderungen.
  • Wir pflegen langjährige Partnerschaften zu unseren Zulieferern. Die durchschnittliche Dauer ist aktuell 9 Jahre, sehr lange im Vergleich zu vielen anderen Herstellern. Das fördert eine Vertrauensbasis und ermöglicht einen offenen Austausch über identifizierte Defizite und Herausforderungen.


Werden Mammut-Produkte von Kinderhand hergestellt?

Bei der Herstellung unserer Produkte dürfen gemäss "Code of Labour Practices" keine Kinder unter dem Pflichtschulalter und generell keine Kinder unter 15 Jahren in den Fabriken arbeiten. Kinder zwischen 15 und 18 Jahren dürfen keine Arbeiten ausführen, die für ihre physische oder psychische Entwicklung schädlich sein könnten oder bei welchen die Sicherheit der Kinder nicht gewährleistet werden kann.

Dass diese Richtlinien von unseren Produzenten eingehalten werden kontrollieren wir mit sogenannten Fabrik-Audits, welche wir regelmässig von unabhängigen Experten durchführen lassen. Ein Team von drei Spezialisten besucht dabei eine Fabrik während eineinhalb Tagen und überprüft, ob in der Fabrik keine Kinder beschäftigt sind und ob die Arbeits-bedingungen für die erwachsenen Arbeiter unseren Anforderungen entsprechen.


Was unternimmt Mammut gegen Überstunden?

Saisonale Überzeit ist ein komplexes Problem in der Bekleidungsindustrie. Die gesamte Industrie produziert Sommer- und Winter-Kollektionen, was bedeutet, dass jedes Geschäft in jedem Land jedes Kleidungsstück zum genau gleichen Zeitpunkt bestellt. Die Händler platzieren ihre Bestellungen jeweils nach den Messen, welche ungefähr ein halbes Jahr vor dem Saisonstart in den Läden stattfinden. Dann startet der Wettlauf gegen die Zeit, um die benötigten Materialien zu bestellen und die Kleidungsstücke rechtzeitig auf den Saisonstart zu produzieren.

Übermässige Überzeit wird in vielen Fabriken festgestellt, welche von Audit Teams der Fair Wear Foundation überprüft werden. Um dieses Problem abzuschwächen haben wir den Bestellzeitpunkt substanziell nach vorne verlegt und teilen schon in sehr frühen Phasen des Produktionszyklus detaillierte Mengenerwartungen mit unseren Lieferanten. Falls die effektiven Bestellungen substanziell von den kommunizierten Erwartungen abweichen, versuchen wir den vereinbarten Lieferzeitpunkt mit anderen Bestellungen beim gleichen Lieferanten zu tauschen, damit der Produzent für unsere Bestellungen keine zusätzlichen Kapazitäten benötigt. Bestellungen für klassische Produkte, die während mehreren Saisons im Sortiment bleiben, platzieren wir normalerweise in der Nebensaison.

Trotz dieser Massnahmen kommt es auch bei unseren Lieferanten immer wieder zu Überzeit, speziell in China. Die Gründe dafür sind vielfältig: Produzenten, welche ihre Kapazitäten gezielt überbuchen oder die Mühe bekunden, genügend Arbeiter zu rekrutieren (speziell in China und Vietnam); Verspätungen von bestellten Materialien; Qualitäts- oder Infrastrukturprobleme (Stromausfälle, etc.); oder andere Auftraggeber der selben Fabrik, welche ihre Bestellmengen kurzfristig erhöhen.

Jedes Mal, wenn bei einem unserer Produzenten übermässige Überzeit festgestellt wird, versuchen wir die Ursache dafür in ausführlichen Diskussionen mit dem betroffenen Lieferanten zu eruieren. Denn in allen Fabriken ist Mammut nicht der einzige Auftraggeber, was bedeutet, dass die Ursache für die Überzeit bei uns, oder aber auch bei einer anderen Marke liegen kann.


Hat Mammut Geschäftsbeziehungen zu einem Produzenten unterbrochen aufgrund von Arbeitsrechtsverletzungen?

Mammut setzt auf langjährige und faire Geschäftsbeziehungen und auf einen offenen Dialog mit seinen Produzenten. Werden bei einem Lieferanten Defizite bei der Umsetzung des "Code of Labour Practices" identifiziert, werden diese gemeinsam mit dem betroffenen Lieferanten erörtert und ein Verbesserungsmassnahmenplan vereinbart. Normalerweise können die identifizierten Defizite so innert der vereinbarten Frist zur Zufriedenheit von Mammut und der Fair Wear Foundation behoben werden.

Falls sich ein Produzent weigert einen offenen Dialog über faire Arbeitsbedingungen zu führen oder die vereinbarten Korrekturmassnahmen umzusetzen, kann es in Einzelfällen zu einer Beendigung der Lieferantenbeziehung kommen. So hat Mammut 2012 die Zusammenarbeit mit einem indischen Lieferanten beendet, da dieser seinen Arbeitern nicht die gesetzlichen Mindestlöhne bezahlt und sich anschliessend geweigert hatte, Korrekturmassnahmen umzusetzen.


Wer ist die Fair Wear Foundation?

Die Fair Wear Foundation (FWF) ist eine unabhängige Multi-Stakeholder-Initiative, welche sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen Textilindustrie einsetzt. Sie wird von Unternehmens- und Textilverbänden, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen getragen, unter anderem auch von der Clean Clothes Campaign. Als unabhängige Kontrollinstanz verifiziert die Fair Wear Foundation, ob die von ihren Mitgliedern ergriffenen Massnahmen wirksam und kohärent sind. Die Fair Wear Foundation gilt als weltweit strengster Standard für faire Bekleidung. Mehr dazu in der Rubrik "Soziale Verantwortung".


Warum wurde Mammut Mitglied der Fair Wear Foundation?

Mammut hatte bereits seit 1993 einen eigenen Verhaltenskodex für alle Produzenten und kam 2008 zum Schluss, dass es eine unabhängige Instanz braucht, welche die Umsetzung dieses Kodex überprüft. Diese Überzeugung entsprach gleichzeitig einer neuen Forderung der Clean Clothes Campaign (CCC), einer unabhängigen Multi-Stakeholder-Initiative beizutreten.

Da wir überzeugt waren, dass die Arbeitsbedingungen bei unseren langjährigen Produzenten auf einem hohen Niveau waren und wir nichts zu verbergen hatten, taten wir uns mit dieser Forderung der CCC trotz Mehraufwand keinen Moment lang schwer - ganz im Gegenteil. Wir evaluierten sämtliche möglichen Verifizierungs-Initiativen und kamen zur Überzeugung, dass die Fair Wear Foundation der umfassendste, strengste und damit auch effektivste Ansatz ist. Deshalb sind wir im Oktober 2008 als erstes Unternehmen der Outdoor-Industrie der FWF beigetreten.

Dieser Schritt inspirierte viele unserer Mitbewerber und die meisten namhaften europäischen Brands sind unserem Beispiel gefolgt. Dafür haben wir uns auch auf Branchenebene stark gemacht, denn wir sind überzeugt, dass es Sinn macht, wenn die grössten Player der Outdoor-Branche der gleichen Initiative angehören. Im sozialen Monitoring setzen wir gezielt auf die Zusammenarbeit mit Mitbewerbern um so die Wirksamkeit unserer Massnahmen zu erhöhen.

Die FWF gilt bis heute als „Best Practice“, da sie nicht nur den umfassendsten Sozialstandard hat, sondern an ihre Mitglieder auch sehr hohe Anforderungen bezüglich systematischer Überwachung, internem Management und Transparenz stellt.

Jetzt anmelden und exklusive News bekommen!